Erstberatung
Auch: Off-Balance-Finanzierung
Bilanzneutral heißt, dass ein genutztes Objekt nicht in der Bilanz des Nutzers erscheint, sondern nur die Rate als Aufwand. Die Bilanzsumme bleibt unverändert, die Eigenkapitalquote sinkt nicht. Das gilt nach HGB; unter IFRS 16 entfällt der Effekt weitgehend.
Wird das Leasingobjekt dem Leasinggeber zugerechnet, taucht es beim Leasingnehmer nach HGB nicht als Vermögensgegenstand auf, und es entsteht keine korrespondierende Verbindlichkeit. Die Bilanz bleibt kurz, die Eigenkapitalquote unverwässert — was bei Bankgesprächen und Ratings eine Rolle spielt.
Wer nach IFRS bilanziert, muss dies anders beurteilen: IFRS 16 verlangt seit 2019, nahezu alle Leasingverhältnisse als Nutzungsrecht zu aktivieren und eine Leasingverbindlichkeit zu passivieren. Der klassische Off-Balance-Effekt besteht dort nur noch für kurzfristige und geringwertige Verträge.
Für den deutschen Mittelstand, der überwiegend nach HGB bilanziert, bleibt die Wirkung dagegen relevant.
Operate-Leasing · Leasing · Mietkauf
Die Erläuterungen beschreiben die übliche Vertrags- und Bilanzierungspraxis in Deutschland und ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung. Wie ein konkreter Vertrag steuerlich und bilanziell zu behandeln ist, hängt vom Einzelfall ab.
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